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David Beyer erzählt über Kurioses und Interessantes, das ihm in seinem Leben begegnet.

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Wo „sozial“ und „Studiengebühren“ sich treffen

Jaja, so kommt zusammen, was man nicht zusammen erwartet. In den letzten Wochen ging mein Wohnort Eppelheim ja durch die bundesweiten Medien (z. B. Spiegel Online, FAZ), denn Bürgermeister Mörlein hatte angekündigt, dass Studenten sich die 500 € Studiengebühren durch 60 Stunden soziale Arbeit à 8,33 € bei der Stadt verdienen könnten.

Ich selber habe nicht durch den ursprünglichen Aufruf in der RNZ davon mitbekommen, sondern erst über das erste Echo hierauf in der Bild Rhein-Neckar (danke an die Familie daheim ) und den Auftritt des Bürgermeisters beim RNF. Obwohl es bei beiden so klang, als hätten sich schon viele beworben und ich mir kaum mehr Hoffnung gemacht habe, fürs kommende Semester noch was zu kriegen, habe mal dem Bürgermeister gemailt und kurz darauf wurde ich von der Theodor-Heuss-Schule kontaktiert, die mich zu einer Art „Vorstellungsgespräch“ einlud. Was alles noch relativ unverbindlich klang, war dann aber schon fest abgesteckt und es ging bei diesem Gespräch nur noch um die Terminabklärung u. ä. und ich erfuhr, dass ich Hausaufgabenbetreuung für Dritt- und Viertklässler an ebenjener Grundschule machen soll – gemeinsam mit einer Lehramtsstudentin und gleich ab nächster Woche. Und um das ganze noch zu toppen, wurde mir noch mitgeteilt, dass auch noch RTL einen Beitrag für das „Nachtjournal“ mit uns machen wolle. Was ein Opening ...

Aus der RTL-Sache wurde trotz festen Termins und Abklärung aller Modalitäten dann spontan leider doch nichts (wir warteten auf das Team und wurden dann nach einer Stunde unterrichtet, dass sie am Tag davor abgesagt hätten) und bis jetzt hat sich keiner mehr von denen gemeldet, aber die Betreuung selbst lief in der nächsten Woche an und inzw. habe ich schon fast zwei Wochen hinter mir.

Und ich muss sagen, dass es eigentlich ein recht angenehmer Job ist. Mit dem Kram der 3. und 4. Klasse hat man als Mensch mit Abitur wirklich keine Probleme – nur die deutschen Begriffe der Grammatik verwirren ein wenig, da man selbst längst nur noch die lateinisch inspirierten Begriffe kennt  –, die Anzahl der Kinder ist auch noch so, dass man sie noch „bändigen“ kann und zudem ist die Schule keine 5 Gehminuten von meiner Wohnung weg.

Natürlich muss man anmerken, dass es der Stadt Eppelheim finanziell ziemlich gut geht und man sich solch ein Angebot anzubieten daher erlauben kann, ohne an anderer Stelle dafür groß einzusparen. Und diese Hausaufgabenbetreuung wurde auch m. W. jetzt komplett neu an der Schule eingerichtet. Wie es da mit den Sozial-Jobs Anderer aussieht, weiß ich allerdings nicht.

Und naja, zusammenfassend kann ich sagen, dass das Ganze irgendwie schon eine recht gute Idee ist und für die meisten Beteiligten eigentlich Vorteile bringt. Die Kinder bekommen zusätzliche kostenlose Betreuung, die Studenten haben eine nette Arbeit für einen ertäglichen Lohn und tun auch was soziales und der Bürgermeister bekommt mit Studenten auch Leute die keine allzu schlechte Bildung haben und kann außerdem die Familienfreundlichkeit seiner Kommune groß präsentieren (und das sogar noch bundesweit ).
29.3.07 03:13
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sebastian / Website (13.4.07 01:24)
Satz mix X...
Gestern Abend lief der Beitrag über Eppelheim bei RTL. Finde ich keine nette Art, den Beitrag einfach so ohne Dich zu machen und Dir nicht bescheid zu sagen.


Brubacker (13.4.07 13:57)
Boah, die Säcke ... War ich ihnen wohl nicht gut genug mit meiner tollen Hausaufgabenbetreuung.

Also irgendwie nochmal direkt mir absagen hätten sie ja schon mal können. Ist wirklich keine nette Art.


mikel / Website (18.4.07 17:07)
Und? Läuft das gut so?


Brubacker (18.4.07 21:01)
Ja, das hatte ich ja im Beitrag selbst schon geschrieben und bis jetzt hat sich noch nix dran geändert. Es läuft eigentlich ganz gut und ich komm mit den Kindern soweit zurecht. Mein einziges Problem ist gerade nur, die Betreuungstermine und meinen Stundenplan unter einen Hut zu bekommen.

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